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Was ist eine rezension
Ich habe mich bloß gefragt, warum. IhreÜbersetzerbrille war jedenfalls ein Fortschritt: Wenn er chinesische Schriftzeichen mit all ihren komplizierten Ideogrammen sah, dann erschien vor ihnen nun in leuchtend roten Buchstaben eine englische Übersetzung. Verblüfft stellte er fest, was es in der Stadt alles an Informationen zu lesen gab:Nehmt euch vor den Drei Fehlenden in Acht. Stimmt für Stormy Chang. Das Bier vom Hohen Berg. Umwandlungen Tür in der mittleren Himmelshälfte. Anscheinend handelte es sich um eine Geschlechtsklinik.Gib Vater eine zweite Schwester, forderte einen ein anderes Schild auf. Ich habe keine Ahnung. Jedenfalls werden wir einen Weg finden müssen, mit den Qubes zurechtzukommen. Daran führt kein Weg vorbei, das Kind ist in den Brunnen gefallen. Ich vermute, dass die Qubes früher oder später einfach zum normalen Leben dazugehören werden, solange sie keine menschlichenKörper bewohnen und solange man verhindert, dass irgendwelche Programmierer sie in die Finger kriegen. Etwa so wie Passepartout jetzt. Danach sah sich Wahram das Programm für die Vorstellung an, die sie besuchen wollten, und stellte erfreut fest, dass bei dem Konzert drei selten aufgeführte Transkriptionen gespielt werden würden: Zuerst würde ein Bläser-Ensemble eine Bearbeitung derAppassionata-Klaviersonate spielen. Dann gab es Beethovens Opus 134, seine eigene vierhändige Klavierfassung von Opus 133, derGroßen Fuge, für Streichquartett. Schließlich sollte ein Streichquartett eine Bearbeitung derHammerklaviersonate spielen. Ach bitte! So betrachtet ist das ja eineEwigkeit. Wir schwimmen. Nein, natürlich nicht. Unsere Aerogele fungieren als Flöße, wir können uns also hinübertreiben lassen. Wenn wir Glück haben! Sie hat der Löwin vom Merkur sehr nahegestanden, und seit die Löwin tot ist, reist sie in der gleichen Weise umher wie die Löwin. Außerdem unterhält die Löwin hier seit jeher eine Vielzahl von Spionen. Schauen wir also, was bei den Tests herauskommt. Ich bin nicht übel zugerichtet! Allerdings schmerzte ihre angeknackste Rippe, weil sie sich vor Empörung verkrampfte. Außerdem erfüllte sie Trauer um Alex – und ein kleines bisschen wütend auf sie war Swan nun auch. Ich könnte mir vorstellen, dass einer ihrer Programmierer beschlossen hat, einige Qubes mit der Beseitigung des Sonnenschilds zu beauftragen. Vielleicht hat es sich um einen offenen Befehl gehandelt, im Sinne von: ›Findet eine Möglichkeit, das zu bewerkstelligen.‹ Das hat dann also zur Folge, dass irgendein Qube einen Algorithmus anwendet, der Verläufe ermittelt, bei denen ein solches Endergebnis wahrscheinlich ist. Und es kann sein, dass dieser Algorithmus schlecht eingegrenzt war. Dass dem Qube sozusagen jedes Mittel recht war. In dieser Beziehung hat das ein bisschen was von einemMenschen! Sehr originalgetreu. Also, was, wenn dieser Qube daraufhin vorschlägt, Qubes in menschliche Körper zu stecken, sodass sie Angriffe durchführen können, zu denen sie als unbewegliche Gehäuse nicht ohne fremde Hilfe in der Lage sind – Angriffe, die Menschen nicht durchführen könnten, oder zu denen sie sich nicht bereitfinden würden? Ich rede von Sabotageaktionen. Man könnte sie auch als lehrreiche Darbietung bezeichnen, als inszenierte Katastrophen. Wenn man die Mehrheit der Venusianer in den Glauben versetzen könnte, dass dem Sonnenschild ein Angriff droht – dass sie alle wie die Ameisen gebraten werden könnten –, dann würde die Allgemeinheit sicher ein weiteres Bombardement unterstützen, um die Venus in Rotation zu versetzen. Mqaret hatte sich inzwischen so hingestellt, dass er Swan am Aufstehen hindern konnte. Er sagte:Liebe Swan, deine Pauline hat recht. Damit meine ich, dass du das Richtige tust, indem du aus einer umfassenderen Perspektive zu dir selbst sprichst. Überstürze nichts. In einer solchen Krise gibt es bessere Dinge, die du tun kannst. Es gibt viel zu tun. 456646 Aber du hast doch gerade gesagt … Er warf ihr einen Blick zu.Also werden sie ständig angetrieben. Ich verstehe, warum das seinen Reiz hat. Wonach suchen wir?, hatte Durotan DrekThar gefragt, als sie zu ihrer Reise aufgebrochen waren. Darüber lachten alle, auch Swan. Das stimmt, rief sie. Aber hier sind wir! Im Moment bin ich auf der Erde. Ihre Wangen glühten, und sie warf einen Blick in die Runde; dann stellte sie sich auf eine Bank und fuhr fort: Wir sind auf der Erde! Ihr habt jaüberhaupt keineAhnung, was für ein Glück ihr habt! Ihr Scheißmaulwürfe! Ihr seid zu Hause! All die Raumerhabitate zusammengenommen sind trotzdem nicht mit dieser Welt vergleichbar! Das hier ist unser Zuhause. Die Erde ist hungrig! Swan sah genau zu, zeigte auf eine Front von Wölfen, die am Ufer flussabwärts Stellung bezogen hatte, sich mit den Zähnen ertrunkene Karibukälber schnappte und sie gemeinsam aus dem Wasser zog. Ab dort war der Fluss von roten Schlieren durchzogen. Den langsamen Satz aus der Siebten, sagte er. Wenn es dir recht ist. Und schon pfiff er eine weitere Melodie aus ihrer Zeit unter der Oberfläche des Merkur, eine, bei deren Variation sie viel Spaß gehabt hatte, weil sie so viel Möglichkeiten eröffnete. Manchmal hatten sie stundenlang musiziert, einen halben Tag und länger. Ehrwürdig, getragen, elegisch; ein bisschen wie Wahram selbst, der gemächlich seinen Verrichtungen nachging. Unterwegs. Jemand, auf den man sich verlassen konnte...